Was kostet Extremwetter Salzkotten?

OV Salzkotten

Grüne fragen nach Klimafolgeschäden, Kostenrisiken und Möglichkeiten zur Vorsorge.

Starkregen, Hitzeperioden und Stürme treffen Städte und Gemeinden nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell. Schäden an Straßen, Gebäuden, Bäumen, Wäldern oder Sportanlagen müssen repariert werden und belasten damit den städtischen Haushalt. 

Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 8. September eine Anfrage zu den Kosten von Extremwetterereignissen in Salzkotten gestellt. Anlass sind unter anderem die überplanmäßigen Kosten für die Instandsetzung der Kunstrasenplätze nach dem Starkregen. 

„Extremwetterereignisse haben nicht nur Auswirkungen auf unsere Umwelt, sondern können auch für den städtischen Haushalt erhebliche finanzielle Folgen haben“, sagt Kirsten Fleming, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion. „Wenn Straßen, Sportplätze, Gebäude oder Bäume beschädigt werden, zahlt am Ende die Stadt – und damit wir alle.“ 

Die Grünen möchten von der Verwaltung wissen, welche Kosten durch Extremwettereignisse wie Hitzewellen, Kälte, Sturm und Starkregen in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind und aus welchen Haushaltstöpfen diese finanziert wurden. Außerdem soll dargestellt werden, ob sich eine Entwicklung bei den Kosten erkennen lässt und ob künftig mit höheren Schäden gerechnet werden muss. 

„Wir brauchen eine ehrliche Grundlage für die kommenden Haushaltsberatungen“, so Flemming. „Nur wenn klar ist, welche Kosten auf Salzkotten zukommen können, können wir rechtzeitig vorsorgen und die richtigen Prioritäten setzen.“ 

Die Anfrage befasst sich auch mit möglichen Gegenfinanzierungen: Welche Förderprogramme von Land, Bund und Europäischer Union stehen zur Verfügung? Und welche Maßnahmen können helfen, Schäden und Folgekosten künftig zu begrenzen? 

Für die Grünen gehört Klimaanpassung zu einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik. Dazu zählen etwa mehr Schutz vor Starkregen, die Sicherung von Stadtgrün und Bäumen, angepasste Infrastruktur sowie Maßnahmen gegen die zunehmende Sommerhitze. 

„Jeder Euro, der nach einem Schaden für Reparaturen ausgegeben werden muss, fehlt an anderer Stelle“, erklärt Flemming. „Vorsorge ist kein Luxus. Sie schützt Menschen, Infrastruktur und langfristig auch den städtischen Haushalt.“ 

Zum Video auf Youtube.

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