Pilotprojekt „Licht nach Bedarf“ im Baugebiet Osterfeld prüfen

Salzkotten, 14. Februar 2026 – Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt

Salzkotten hat für die kommende Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 25. Februar eine Anfrage zur Prüfung eines innovativen Beleuchtungskonzepts im Baugebiet Osterfeld gestellt. Ziel ist es, die Einführung eines Pilotprojekts „Licht nach Bedarf“ zu untersuchen. Das Konzept setzt auf intelligente LED-Straßenbeleuchtung mit Bewegungs- bzw. Radarsensoren. Im Grundzustand bleiben die Leuchten stark gedimmt. Erst wenn sich Personen oder Fahrzeuge nähern, erhöht sich die Helligkeit automatisch – auch bei benachbarten Leuchten. So entsteht ein „Lichtteppich“, der den Weg begleitet und anschließend wieder abdimmt. Vergleichbare Systeme zeigen erhebliche Energieeinsparungen, reduzieren CO₂-Emissionen und verringern zugleich die Lichtverschmutzung.

„Angesichts steigender Energiekosten und der Klimaschutzziele müssen Kommunen neue Wege gehen. Eine bedarfsgerechte Beleuchtung kann Sicherheit und Nachhaltigkeit miteinander verbinden“, erklärt Ausschussmitglied Arne Kemper. „Gerade in neuen Baugebieten bietet sich die Chance, innovative Technik von Anfang an mitzudenken.“ In Salzkotten werden Nebenstraßen derzeit nachts teilweise abgeschaltet. Die Grünen sehen in einer dauerhaft gedimmten, sensorgesteuerten Beleuchtung eine mögliche Alternative, die dunkle Phasen vermeidet und zugleich Strom spart. Neben ökologischen Vorteilen soll auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessert werden.

Der Fraktionsvorsitzende René Scherf betont: „Wir wollen keine Schnellschüsse, sondern eine fundierte Prüfung. Wenn sich zeigt, dass das System technisch zuverlässig und wirtschaftlich sinnvoll ist, könnte es künftig Schritt für Schritt auch in anderen Stadtteilen eingesetzt werden.“

Die Anfrage bittet die Verwaltung um eine Einschätzung zur technischen Umsetzbarkeit, zu Investitions- und Betriebskosten, zur Amortisationsdauer sowie zu möglichen Förderprogrammen und Erfahrungen anderer Kommunen. Es handelt sich ausdrücklich um eine Prüfbitte, nicht um einen Beschlussantrag.

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