Kita-Beiträge: Was passiert gerade in Paderborn – und warum betrifft das auch den Kreis?

OV Salzkotten

Grüne Salzkotten sprechen sich gegen eine Erhöhung aus. Stadt und Kreis Paderborn sollten unterschiedliche Beiträge ernsthaft prüfen.

In Paderborn wird über höhere Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung diskutiert. Im Raum stehen unter anderem eine Erhöhung um 15 Prozent und Änderungen bei der Entlastung für Geschwisterkinder. Beschlossen ist bislang nichts: Die Stadtverwaltung prüft die Vorschläge eines externen Beratungsunternehmens und will daraus einen eigenen Vorschlag entwickeln. Am 17. November soll sich der Jugendhilfeausschuss der Stadt Paderborn mit den Kita-Beiträgen befassen; die abschließenden Entscheidungen stehen noch aus. (Stadt Paderborn, Radio Hochstift)

Die Debatte betrifft auch Familien im Kreisgebiet. Die Stadt Paderborn und der Kreis Paderborn haben eigene Jugendämter; für die Kommunen mit Kreisjugendamt gelten derzeit gemeinsame Elternbeiträge. Ob Stadt und Kreis an dieser gemeinsamen Beitragsstruktur festhalten, ist Teil der anstehenden Diskussion. (Kreis Paderborn)

„Kinderbetreuung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Familien ihren Alltag organisieren und Eltern arbeiten können. Gerade deshalb brauchen Familien verlässliche und bezahlbare Beiträge. Wir sprechen uns gegen eine Erhöhung aus“, erklären die Grünen Salzkotten.

Die angespannte Haushaltslage der Kommunen ist ernst. Die Finanzierungslücke darf aber nicht automatisch bei Familien geschlossen werden. Bevor Beiträge steigen, müssen andere Einsparmöglichkeiten und Einnahmen transparent geprüft werden. Außerdem braucht es eine klare Darstellung, welche Mehrkosten konkret auf Familien zukämen – auch bei mehreren Kindern.

Sollte die Stadt Paderborn höhere Beiträge beschließen, darf das nicht automatisch bedeuten, dass auch die kreisangehörigen Kommunen nachziehen. Stadt und Kreis sollten dann unterschiedliche Beitragshöhen ernsthaft prüfen. Unterschiedliche Beiträge zwischen Kommunen sind grundsätzlich möglich; entscheidend ist, eine faire und nachvollziehbare Lösung für Familien zu finden.

„Wir erwarten, dass die politischen Beratungen die Auswirkungen auf Familien ernst nehmen und alle Möglichkeiten prüfen, bevor eine zusätzliche Belastung beschlossen wird.“

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