Grüne fragen nach kommunalem Hitzeschutz in Salzkotten

OV Salzkotten

Schatten, Trinkwasser und mehr Grün: Die Grünen wollen einen Hitzeaktionsplan für Salzkotten auf den Weg bringen.

Salzkotten wird sich künftig häufiger auf lange Hitzeperioden einstellen müssen. Für viele Menschen sind hohe Temperaturen weit mehr als eine Sommerunbequemlichkeit: Besonders ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Personen, die im Freien arbeiten, sind gefährdet. Auch Tiere, Bäume und das Stadtgrün leiden unter anhaltender Hitze.

Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb eine Anfrage zur kommunalen Hitzeaktionsplanung für die nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses gestellt. Die Fraktion möchte wissen, welche Maßnahmen in Salzkotten bereits bestehen, wie sie zusammengeführt werden können und was bis zur Hitzesaison 2027 konkret passieren soll.

„Bei Hitze heißt es oft: Trink doch mal was. Das ist natürlich richtig, schafft aber keinen Schatten an der Bushaltestelle und kühlt keinen Spielplatz“, sagt René Scherf, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen Ratsfraktion. „Wir brauchen einen klaren Plan, damit Salzkotten rechtzeitig vorsorgt und besonders gefährdete Menschen besser geschützt werden.“

Die Grünen fragen unter anderem nach Maßnahmen an Kitas, Schulen, Spielplätzen, Sportanlagen, Haltestellen und in der Innenstadt. Dabei geht es beispielsweise um Verschattung, Trinkwasserangebote, Begrünung und die Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt, Schulen, sozialen Einrichtungen, Stadtwerken und dem Bevölkerungsschutz.

Salzkotten verfügt bereits über einzelne Förderangebote zur Begrünung, Entsiegelung, Regenwassernutzung und Baumpflanzung. Aus Sicht der Grünen sollten diese Ansätze künftig stärker gebündelt und durch kurzfristige sowie langfristige Maßnahmen ergänzt werden. Auch Haus-, Nutz- und Wildtiere müssten in einer kommunalen Hitzeaktionsplanung mitgedacht werden.

„Klimaanpassung passiert vor Ort“, so Scherf. „Sie zeigt sich an einem schattigen Spielplatz, einer begrünten Haltestelle, einem kühlen Klassenraum oder daran, ob Bäume die nächste Hitzewelle gut überstehen. Hitze kann man nicht wegtrinken. Aber man kann sich gemeinsam darauf vorbereiten.“

Die Grünen bitten die Verwaltung außerdem um eine Einschätzung, ob bis 2027 ein kommunaler Hitzeaktionsplan vorgelegt werden kann und welche Fördermöglichkeiten dafür von Kreis, Land, Bund oder Europa zur Verfügung stehen.

Hier zum Video auf Youtube: „Trink doch mal was“ reicht nicht gegen Hitze | #Shorts

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