Pressemitteilung: Verkehrswende nimmt Fahrt auf

Salzkotten. Die Ratsfraktion der Grünen begrüßt wesentliche Verbesserungen für Radfahrende und Maßnahmen zur Schulwegsicherung, die in der letzten Bauausschusssitzung auf den Weg gebracht wurden. In Oberntudorf soll zukünftig ein Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Fußweg die Sicherheit für Schulkinder erhöhen. Nachdem die Grünen-Fraktion bereits im letzten September eine Fahrradstraße im Oelweg thematisiert hatte, wurde nun verwaltungsseitig ein Verkehrsversuch vorgeschlagen, der auf große Zustimmung stieß. An der Wewelsburger Straße soll zukünftig ein Radschutzstreifen für mehr Sicherheit sorgen.

Jürgen Kemper, ein Urgestein der Sälzer Grünen, ist begeistert: „In den letzten Jahrzehnten gab es keine Bauausschusssitzung, in der so wesentliche Verbesserungen für Kinder und Radfahrerende beschlossen wurden. Wir setzen uns seit Jahrzehnten für eine menschenfreundliche Gestaltung des öffentlichen Raumes ein. Mittlerweile finden sich dafür auch Mehrheiten und die Unterstützung der Verwaltung.”

Als Wermutstropfen sehen die Grünen die Rolle von Straße.NRW und des Kreises Paderborn. Beide Behörden lehnten Verbesserungsvorschläge regelmäßig ab und verweigerten eine konstruktive Zusammenarbeit. „In Tudorf sehen wir Sicherheitsdefizite an den Querungsstellen und Bushaltestellen. Da ist Straßen.NRW zuständig, aber ohne Unfallschwerpunkt, also Tote oder Verletzte, machen die da nichts.“ sagt Dr. Hendrik Schlune, verkehrspolitischer Sprecher der Sälzer Grünen.

Ähnlich verhält es sich an der Wewelsburger Straße. „Dort fehlen sichere Querungshilfen. Da sind wir uns einig”, schildert Arne Kemper, sachkundiger Bürger der Sälzer Grünen, das Stimmungsbild im Bauausschuss. Bisherige Anläufe für bessere Querungsmöglichkeiten scheiterten aber am Kreis Paderborn, der auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW ist. „Denen reicht die Anzahl der Querenden nicht aus, um tätig zu werden. Unabhängig von der Anzahl der Querenden, werden aber Querungshilfen in den Richtlinien empfohlen, wenn mit einer erhöhten Anzahl von schwachen Verkehrsteilnehmer*innen zu rechnen ist. In der Nähe befinden sich zwei Kitas, zwei Schulen, der Friedhof und das Freibad. Deshalb können wir die Argumente des Kreises nicht nachvollziehen.” so Kemper weiter. “Es bleibt zu hoffen, dass sich die Umgestaltung der Wewelsburger Straße nicht auf zwei gestrichelte Linien beschränkt, sondern auch an sichere Querungshilfen, eine durchgängige Radverkehrsführung am Kreisverkehr und fehlenden Bordabsenkungen gedacht wird.”, hofft Kemper weiter.

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